9. November – Reichspogromnacht

Seit der Pogromnacht 1938 sind inzwischen 69 Jahre vergangen.

Auch nach dem Ende des Naziregimes vergeht bis heute kaum eine Woche, in der nicht Übergriffe und Anschläge auf Gedenkstätten, Gräber und jüdische Menschen stattfanden. Antisemitismus ist nach wie vor ein verbreitetes Denkmuster in der deutschen Gesellschaft. Antisemitische Argumentationen und Vorurteile kommen heute als historisch verzerrte und falsche Vergleiche mit dem Vernichtungskrieg der Nazis daher oder verhüllt als Kritik an der israelischen Regierung.

In der Nacht des 9.Novembers 1938 brannten 191 Synagogen nieder und 76 wurden vollständig zerstört, 8000 jüdische Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Offiziell wurden 100 jüdische Menschen ermordet und 3000 wurden ins KZ deportiert. Die eigentlichen Zahlen liegen wesentlich höher.

Aus diesem Anlass wird es auch in diesem Jahr bundesweit Aktionen geben, um derer zu gedenken die dem deutschen Vernichtungswahn in die Hände fielen und die sich offensiv gegen Antisemitismus wenden. Im folgendendem findet ihr eine kleine Auswahl der Veranstaltungen

– Vom 01. – 09. November finden Aktionstage im Berliner Nord-Osten zur Erinnerung an die Novemberpogrome vom 9. November 1938 statt. Veranstaltet u.a. von den North-East Antifascists [NEA]. Mehr dazu findet ihr hier.

– Am 8. November lädt das Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit zu einer Gedenkkundgebung auf den Bernauer Marktplatz ein. Beginn soll 18.30 Uhr sein. Mehr dazu hier.

– Seit über 10 Jahren lädt die Antifaschistische Initiative Moabit zur Gedenkkundgebung mit anschließender Demonstration am 9. November ein. Auch in diesem Jahr sind alle herzlich eingeladen. Weitere Infos gibt es hier.

– Zu einer HIP HOP JAM, die sich gegen Antisemitismus richtet, laden wir am 10. November ins Dosto ein. Auf der Bühne stehen neben Chaoze One & Lotta C auch Schlagzeiln, Disco und Conexion Musical. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

– Vom 25. November – 9. Dezember ist die Wanderausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben“ – Antisemitismus in der DDR im Dosto zu sehen. Alle weiteren Einzelheiten bekommt ihr hier.