Blumen und Kränze verwüstet

Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Bernau
vom 29. Januar 2008

Am Abend des 29. Januar 2008, wurden am Denkmal der Opfer des Faschismus am Bahnhofsvorplatz zerstörte und verwüstete Blumen sowie Kränze, die dort am 27. Januar 2008 zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus niedergelegt wurden, entdeckt. Hinter der Tat, steckt offensichtlich ein rechtsextremistischer Hintergrund. „An solchen antisemitischen und neonazistischen Taten wird bemerkbar dass auch nach über 60 Jahren, Rechtsextremismus immer noch ein Problem in der Gesellschaft ist“ so die Pressesprecherin Maria Buchheim der Antifaschistischen Aktion Bernau. Weiter heißt es: „Es ist äußerst wichtig, dass die Stadt Bernau, und auch Initiativen, wie zum Beispiel das Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit Stellung zu solchen Taten nimmt und sich weiterhin öffentlich mit solchen Problematiken auseinander setzt!“

In der Märkischen Oderzeitung heißt es:

Blumen und Kränze, die am Sonntag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Bernauer Bahnhofsvorplatz niedergelegt wurden, sind beschädigt und zerstört worden. Die Bernauer Polizei bestätigte entsprechende Hinweise der Antifaschistischen Aktion Bernau. Es waren Kränze umgeworfen und Blumen zerrissen worden. Offenbar wurde auch eine Bierfalsche gegen das Denkmal geworfen. Die Polizei sicherte die Spuren.

An der Kranzniederlegung am Sonntag anlässlich des Tages zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hatten mehrere Organisationen und Parteien, darunter das Netzwerk für Toleranz und Welthoffenheit, sowie zahlreiche Bürger teilgenommen.