Aktionswochen gegen Antisemitismus in Bad F.

8. Mai 1945 – Dieser Tag steht für die Kapitulation Deutschlands und der so genannten „Stunde Null“. Doch leider sind auch über 60 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus antisemitische Denkweisen noch immer in unserer Gesellschaft vorhanden. Die unterschiedlichen Formen reichen von unbewußten Vorurteilen bis hin zur offen antijüdischer Propaganda und Aktion. Antisemitismus als Welterklärungsmuster versucht auf gesellschaftliche Prozesse einfache Antworten zu finden, indem es beispielsweise komplexe ökonomische Vorgänge verkürzt und personalisiert.

Aufgrund dessen veranstalten wir, Jugendliche aus Bad Freienwalde und Umgebung, die Aktionswochen gegen Antisemitismus. Innerhalb derer wollen wir junge, wie auch ältere Menschen, auf vorhandene Probleme aufmerksam machen und aufzeigen, dass Antisemitismus leider noch immer in unterschiedlichsten Formen in der breiten Bevölkerung verankert ist. Mit verschiedenen Veranstaltungen wollen wir alle Interessenten über diese komplexe Problematik aufklären und so antisemitischen Einstellungen entgegenwirken.

„Der Wind des Antisemitismus mag mittlerweile aus verschiedenen Richtungen wehen. Aber immer verbreitet er dabei den üblen Geruch von abgrundtiefer Menschenfeindlichkeit. Er ist eine stabile, permanente Pest. Stabil, und doch wieder ein Stück mobil. Er befindet sich sozusagen auf einer Reise, er ist durchaus auch unterwegs. Und, knapp zusammengefasst, kann man die Reise zumindest zum Teil so beschreiben: Von rechts nach links und von christlich zu islamistisch.“ Dr. Dieter Graumann, 9. November 2006

Mehr dazu gibt es auf der Seite des Bündnis gegen Antisemitismus Bad Freienwalde