Familienbande im Vorstand

[Gegenrede.info] Pinnow – Vergangenen Samstag ist die Barnimerin Aileen Rokohl zur Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes Barnim-Uckermark gewählt worden. Sie tritt damit die Nachfolge von Hartmut Kneider an, der den Posten im Oktober 2012 auf dem Preußentag hingeschmissen hatte.

Nach Manuela Kokott, die bis Mai 2012 den Kreiverband Oderland geführt hatte und neben Stella Hähnel, seit Februar Vorsitzende des Kreisverbandes Dahmeland, versucht sich nun Aileen Rokohl als dritte Frau an der Spitze eines Kreisverbandes. Wie bisher üblich wird sie als Kreischefin auch als Direktkandidatin im Wahlkreis 57 (Uckermark-Barnim I) antreten.

Nach dem Rücktritt von Hartmut Kneider hatte sich Aileen Rokohl als fleißige Schreiberin auf der Kreisverbands-Website etabliert und zumindest darin bereits sofort die Nachfolge des Uckerländers angetreten.

Mitte Oktober nahm sie an der Führungskräfteschulung des NPD-Bundesvorstands in dem französischen Alpen-Urlaubsort Champagny-en-Vanoise teil.

Auf der Website des „Ring Nationaler Frauen“ wurde Aileen Rokohl allerdings bereits am 25.02. als Kreisvorsitzende bezeichnet. Das war etwa vier Wochen vor ihrer offiziellen Wahl.

Neu im Kreisvorstand ist der ehemalige Fußballschiedsrichter David Weide aus Schwedt, der über den Landser-Song „Wieder mal kein Tor für Türkyemspor“ auf seinem Facebookprofil gestolpert ist. Dazu gehören noch der Ortsbereichsleiter Prenzlau, Sven Gläsemann, der Rokohl-Ehemann und Stützpunktleiter Bernau, Andreas Rokohl und der Ortsbereichsleiter Schwedt, Andreas Kammer.

Vor knapp einem Monat auf dem Landesparteitag im Alten Dorfkrug in Schönow war Aileen Rokohl zur Landesgeschäftsführerin gewählt worden. Neben Lore Lierse und Manuela Kokott ist sie damit die dritte Frau im Landesvorstand der NPD. Außerdem belegt sie Platz acht der Landesliste zur Bundestagswahl, die ganz nach Grünen-Muster abwechselnd mit Männern und Frauen bestückt wurde.