Nazikonzert in Finowfurt – Mit Werwolf zu Klaus Mann

[gegenrede.info] Finowfurt – Während Nazi Klaus Mann zur Gründungsparty des Landesverbandes von „Die Rechte“ lädt, mobilisiert die Kameradschaft Kommando Werwolf aus Frankfurt (Oder) über Facebook zu einer Rechtsrockveranstaltung. Sowohl Ort als auch Zeitpunkt beider Veranstaltungen sind identisch.

screenshot: ipr

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Der Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide, Uwe Schoknecht, zeigte sich irritiert. Bei ihm habe Klaus Mann nur eine Gründungsfeier für die Partei „Die Rechte“ auf seinem Grundstück in Finowfurt am 13. April angemeldet. Von einem Rockkonzert sei dabei nie die Rede gewesen.

Die Bands spielen für einen guten Zweck heißt, es auf dem Facebook-Profil der „Terrorcrew KSKW“. Die Nazi-Bands „Frontfeuer“ aus Beeskow und „12 Golden Years“ aus Thüringen sind angekündigt. Dazu noch „Ostfront“ aus Berlin.

Dass da gleichzeitig eine Party von „Die Rechte“ stattfindet, verraten die Kameraden der Terrorcrew auf ihrer Ankündigung allerdings nicht. Soll da etwa eine klammheimliche finanzielle Unterstützungsaktion für den jungen Landesverband voller alter Männer und Frauen stattfinden? Ist das der gute Zweck?

Die Rechte

Der Landesverband von „Die Rechte“ ist am 26.01.2013 in Biesenthal gegründet worden. Zum Landesvorsitzenden ist der Ex-DVU-Funktionär Klaus Mann aus dem zur Gemeinde Schorfheide zählenden Ort Finowfurt gewählt worden. Mann, ehemals Mitglied des DVU-Landesvor- stands und Kreisvorsitzender, hat sich unter den Nazis einen Namen gemacht, weil er sein Grundstück kontinuierlich für Veranstaltungen seiner Deutschen Volksunion, der NPD und für Rechtsrock-Konzerte zur Verfügung gestellt hatte. Zuletzt fand dort am 6. Oktober der 3. Preußentag der Brandenburgischen NPD statt.

Kommando Werwolf screenshot: ipr

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Kommando Werwolf

Kommando Werwolf taucht in den Verfas- sungsschutzberichten des Landes Brandenburg nur mittelbar auf. Es gibt eine enge Verbindung zur Nazi-Band „Frontfeuer“, die bei Auftritten Westen und T-Shirts mit dem Emblem der Terrorcrew KSKW tragen. Außerdem soll sich ein führender KSKwler in ein altes Fabrikgebäude im Frankfurter Triftweg 4 eingemietet haben von dem es im VS-Bericht 2011 heißt, dass es „2011 drei Mal für rechtsextremistische Konzerte genutzt wurde. Daran nahmen bis zu 200 Personen teil. Damit stellte dieser Ort eine feste Größe für das Konzertgeschehen 2011 in Brandenburg dar.“